Gesundheitswoche

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit

Der Oktober steht jahreszeitlich bedingt im Zeichen der Ernte und  des Erntedankes. Dabei treten auch vermehrt regionale Produkte und eine gesundheitsbewusste Ernährung in den Fokus vieler Menschen. Auch unsere Schule greift dieses Thema jedes Jahr im Oktober auf und veranstaltet eine Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit. Dies fand heuer vom 14.-18. 10.2019 statt. Wieder wurden verschiedene Themen altersgerecht aufbereitet und von Fachkräften vermittelt.,

Yoga

Erstmalig konnte in diesem Schuljahr Carmen Raba für einen Kinder-Yoga-Workshop gewonnen werden. Hierbei wurden die jungen Teilnehmer und Teilnehmerinnen bis ins ferne Indien entführt, reisten gedanklich durch das Himalayagebirge und ahmten die Tiere des Dschungels nach und erweckten den Tiger zum Leben. Bei leiseren Dschungelgeräuschen und mithilfe von Klangschalentönen entspannten die Erst Zweitklässler schließlich und lauschten ganz am Ende auch noch verschiedenen Vogelstimmen.

Viele begeisterte Schüler fanden es schade, dass dies eine einmalige Yogastunde war. Aber zum Glück gibt es in der Zwischenzeit immer häufiger Kinder-Yoga-Kurse im öffentlichen Freizeitangebot.

Qi Gong

Zum wiederholten Mal bereicherte Frau Gmelch-Werner unsere Gesundheitswoche wieder, indem sie die Kinder der ersten und zweiten Jahrgangsstufen in einem Qi-Gong Workshop dazu einlud, sich zu leiser Musik auf meditative Gedanken in Verbindung mit sanfter Körperbewegung einzulassen. Die Übungen des Qi-Gongs gaben den Schülern die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und ihren Körper wahrzunehmen. Neben solchen Wahrnehmungsübungen durften die Kinder auch ihr Gleichgewicht trainieren, z.B. indem mit Softbällen jongliert oder auf einem Bein  stehend die innere Mitte erspürt wurde.

Ernährungsworkshop

Wissenswertes über Zucker und Co erfuhren die Schüler und Schülerinnen der dritten und vierten Jahrgangstufe. Sie konnten sich im Textilarbeitsraum an verschiedenen Stationen zum Thema „Zucker“ informieren und eigene Erfahrungen einbringen.

Da Zucker in der Spitze der Ernährungspyramide zu finden ist und der Ampelfarbe rot zugeordnet wird, sollten zuckerhaltige Lebensmittel entsprechend sparsam gegessen werden.

An der ersten Station sahen sich alle die Herkunft des Zuckers genauer an. Einige Kinder wussten, dass die Zuckerrübe auf heimischen Feldern wächst. Dass Zucker auch aus Zuckerrohr gewonnen wird, war doch so manchem neu.

Welche Produkte aus Zucker hergestellt werden können und wozu sie verwendet werden, erkundeten die Kinder an der nächsten Station.

Anschließend sollten sie eine breite Palette von verarbeiteten Lebensmitteln nach zuckerhaltig und zuckerfrei sortieren. Alles, was süß schmeckt, wurde auch sofort richtig zugeordnet. Überrascht waren aber viele, dass z.B. auch in Essiggurken oder Dosenfisch Zucker steckt. Daran erkannten die Kinder, wie wichtig das Lesen der Zutatenliste ist. Man sollte aber wissen, dass sich Zucker auch  hinter vielen anderen Bezeichnungen verstecken kann. Durch das Zuordnen von Getränken zu Zuckerwürfelpyramiden fanden die Schülerinnen und Schüler ganz schnell die gesunden Durstlöscher heraus.

Zucker ja oder nein, hieß es an einer der weiteren Stationen. Es ist klar, dass unser Körper für alle Tätigkeiten Zucker braucht, doch zu viel davon schadet unserer Gesundheit. Deshalb besprach Frau Winter abschließend mit den Zuhörern den Tagesbedarf an Zucker die Kinder stellten fest, dass der tatsächliche Zuckerverbrauch pro Person die empfohlene Tagesdosis weit überschreitet. Da der in unseren Mahlzeiten enthaltene Zucker bereits ausreicht, sollten Süßigkeiten sehr sparsam aber genussvoll gegessen werden. Das durften die Kinder zum Abschluss mit einem kleinen Stück Schokolade gleich probieren.

Projekttag zum Thema „Erste Hilfe“

Ebenfalls für die dritte und vierte Jahrgangsstufe stand am Mittwoch ein Projekttag zum Thema „Erste Hilfe“ auf dem Programm, der von zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wasserwacht Beilngries an der Schule durchgeführt wurde.

Bei der Station „Spineboard und Wasserretter“ hörten die Schülerinnen und Schülern den beiden Mitarbeitern des Bayrischen Roten Kreuzes sehr interessiert zu, als diese ihnen ihre Hilfsmittel vorstellten. Das Spineboard, ein Brett aus hartem Kunststoff, wird sowohl an Land (z.B. von der Bergwacht) als auch auf dem Wasser zur Bergung von Verletzten verwendet. Dazu schnallt man die zu rettende Person mit mehreren Gurten fest, sodass sie auch bei Schräglage nicht herunterrutscht. Außerdem wurde die Ausrüstung des Schwimmanzuges, des Wasserretters, erklärt. Besonders spannend fanden die Kinder die Tatsache, dass eine Schwimmweste Teil der Ausrüstung ist. „Ein Wasserwachtler kann doch gut schwimmen, wozu also braucht er eine Schwimmweste?“, fragte sich so mancher. Die Profis klärten auf: Natürlich könnten alle Wasserretter richtig gut schwimmen. Die Schwimmweste sei aber trotzdem sinnvoll, weil man als Retter ja nicht nur sich selbst, sondern ebenso das Board und den Patienten über Wasser halten müsse. Da könne man schon an seine Kraftgrenzen kommen. Als am Ende mehrere Kinder die Rettung mit dem Spineboard im Klassenzimmer durchspielen durften, waren alle mit Feuereifer dabei.

An einer weiteren Station stellte ein anderer Wasserwachtler vor dem Haupteingang der Schule den Rettungswagen vor. Nachdem der Unterschied zwischen Rettungswagen und Krankenwagen geklärt war, zeigte er den Kindern die Ausstattung seines Einsatzfahrzeuges. Die durfte auch gleich getestet werden. So wurde z.B. bei einem Schüler der Blutdruck und bei der Lehrkraft der Herzschlag und die Sauerstoffsättigung gemessen. Die Zuschauer erkannten, dass der Sauerstoffanteil im Blut mit jeder Minute an der frischen Luft messbar anstieg. Zuletzt erkundeten die Schüler in Kleingruppen ins Innere des Wagens. Die vorhandenen medizinischen Geräte ähnelten natürlich stark denen eines Krankenwagens.

Neben diesen beiden Stationen gab es noch vier weitere Themenworkshops, nämlich Einen Notruf absetzen, Verbände anlegen, Erste Hilfe leisten (mit Üben der stabile Seitenlage) und die Bade- und Eisregeln der Wasserwacht. Jeweils zwei freiwillige Mitarbeiter der BRK bzw. der Wasserwacht leiteten die Kinder hierbei an.

Am Ende dieses sehr spannend und lehrreich Vormittages, waren sich alle einig: Jeder konnte viel Neues erfahren und viele hilfreiche Informationen mitnehmen. Eine regelmäßige Auffrischung schadet jedoch nie. Deshalb hoffen viele auf eine Wiederholung dieses Tages vielleicht schon im nächsten Schuljahr?!

 

Den Abschluss dieser Woche zu Gesundheit und Nachhaltigkeit bildete diesmal das gesunde Frühstück in den Klassenzimmern. Mit vielerlei Obst und Gemüse, Schnittlauchbroten, Jogurtdips oder selbstgemachtem Müsli schlemmten alle genüsslich an den jeweils sehr appetitlich hergerichteten Buffets.

Sicherlich tragen sich viele interessante Erfahrungen dieser  Woche über die Schultüre hinaus bis in den Alltag der Familien hinein.

 

Allen Helfern der Elternschaft, dem Förderverein und den Ehrenamtlichen von der Wasserwacht sei hier ein herzliches Dankeschön gesagt!

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Mit freundlicher Unterstützung der AOK-Bayern    th

und dem Förderverein unserer Grundschule